Home Über uns Wirtschaft und Handel Kontakt Konsularservice Bildung Links
 
Home > Themen > Wirtschaft in China
Gesteigerte Nachfrage Anzeichen für Wirtschaftswachstum
2012/10/05

Das Wachstum im chinesischen Herstellungssektor wird sich im September wahrscheinlich auf einem niedrigen Niveau stabilisieren, wobei sich neue Aufträge steigern, was im Zuge der bald zu erwartenden unterstützenden politischen Maßnahmen zur Stimulierung der Wirtschaft eine nachhaltige Verbesserung der Nachfrage andeutet, wie es in einem Bericht der HSBC Holdings heißt.

Der Einkaufsmanagerindex stieg im September auf 47,9 von 47,6 im August beziehungsweise 49,3 im Juli, kommentierte die in Hongkong sitzende Bank am Samstag. Die Zahl ist elf Monate in Folge unter dem Kontraktions-Expansionswert von 50 geblieben, aber die Rate der Abschwächung hat sich in letzter Zeit geringfügig verringert.

Neue Exportaufträge haben sich im September mit einem Wert von 44,9 im Vergleich zu 45,5 vom August stark abgeschwächt, heißt es von der HSBC. Dies hat die Produktion im Herstellungssektor auf ein zehnmonatiges Tief von 47,3 im Vergleich zu 48,2 vom Vormonat gebracht. Neue Aufträge erhöhen sich insgesamt dank der steigenden Inlandsnachfrage.

Unterdessen ist die Beschäftigung den siebten Monat in Folge gesunken, auch wenn die Rate der Stellenkürzung im September angesichts dessen, dass die Mehrheit der Güterhersteller keine Änderung bei den Beschäftigungslevels angedeutet haben, relativ gering war, lautet der Bericht. "Die starke Verringerung von neuen Exportaufträgen und der anhaltende Druck auf den Stellenmarkt bedeuten, dass die chinesische Regierung Lockerungen in der Politik verstärken sollte, um das Wachstum und die Beschäftigung zu stimulieren", so Qu Hongbin, Chef-Ökonom bei der HSBC in China. "Finanzielle Maßnahmen sollten in den kommenden Monaten eine wichtigere Rolle spielen."

Die zweitgrößte Wirtschaft der Welt könnte ihre ernsteste Krise seit 22 Jahren haben, wenn das BIP-Wachstum im dritten Quartal im Jahresvergleich auf unter 7,5 Prozent sinkt, und der düstere Ausblick bleibt auch für die letzten drei Monate des Jahres bestehen. Viele Ökonomen haben ihre Wachstumsprognosen für den Zeitraum Juli bis September heruntergeschraubt, da die Nachfrage schwach geblieben ist.

UBS prognostiziert, dass sich Chinas BIP-Wachstum im dritten Quartal auf 7,3 Prozent im Jahresvergleich abschwächt, während die Bank of Communications erklärte, die Wachstumsgeschwindigkeit könnte sich auf weniger als 7,5 Prozent verlangsamen. Zu den Risiken der Abschwächung sagte HSBC-Ökonom Sun Junwei: "China sollte die Ausgaben für Infrastruktur, Wohnungen und Wohlfahrt erhöhen und darüber hinaus mehr Steuersenkungen einführen."

Die Regierung beschleunigt seit dem zweiten Quartal die Genehmigung neuer Projekte und hat eine lockerere Geldpolitik eingeführt. Die Zentralbank hat die Zinsraten und den Reservesollsatz dieses Jahr zweimal gesenkt, um das Wachstum zu stimulieren. „Das sollte dazu verhelfen, ab dem vierten Quartal wieder ein moderates Wachstum zu erreichen“, lautet der HSBC-Bericht.

Suggest to a friend
  Print