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Wirtschaftsexperten zeigen sich zuversichtlich in viertes Quartal
2012/10/16

Es gibt starke Anzeichen dafür, dass sich der Abschwung in Chinas Wachstums im kommenden Quartal umkehrt, wenn die Maßnahmen zur Wirtschaftsstimulierung zu wirken beginnen, und dies wiederum erhöht die Zuversicht weltweit, meinen Experten.

Yi Gang, der Vizepräsident der Chinesischen Zentralbank, versicherte, "angemessene" Maßnahmen einzuführen, um gegen den Wirtschaftsabschwung von sechs Quartalen in Folge in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt anzugehen, unter der Voraussetzung, dass es keine schadenden Konsequenzen haben werde. "Das diesmalige Konjunkturpaket wird groß genug sein, um das Wachstum zu stabilisieren, aber nicht zu groß, als dass es weitere Probleme in der Zukunft verursacht", so Yi am Sonntag, als die Finanzchefs aus aller Welt sich für die Jahressitzungen des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank in Tokio trafen.

Es wird prognostiziert, dass im vierten Quartal ein gewisses Wachstum zu verzeichnen sein wird, da sowohl Währungs- wie auch Finanzmaßnahmen in die Wege geleitet worden sind, meinen chinesische Ökonomen. Die quantitative Lockerung der Kontrolle der Währung funktioniere bislang gut, wie man am steigenden Geldvolumen und dem langfristigen Kreditwachstum im September gesehen habe, so Sun Junwei, chinesischer Ökonom bei HSBC Holdings. "Die lockerere Währungspolitik zusammen mit dem Ziel der schnelleren Finanzausgaben und der Beschleunigung des Infrastrukturbaus sollten eine Erholung des Wachstums in den kommenden Monaten unterstützen", so er. "Das dritte Quartal wird der Wendepunkt des BIP-Wachstums sein."

Die Wachstumsrate in den drei Monaten bis Oktober soll laut Prognosen die langsamste seit sieben Quartalen sein und könnte auf 7,4 Prozent fallen, eine Senkung von 7,6 Prozent im zweiten Quartal beziehungsweise 8,1 Prozent im ersten Quartal. Die offiziellen Daten werden am Donnerstag vom Staatlichen Statistikamt veröffentlicht.

Die Chinesische Volksbank hat die Zinsraten und den Reservesollsatz dieses Jahr zweimal angehoben, womit die Marktliquidität verbessert wurde, so dass Kredite für die Industrieproduktion erweitert wurden. Die Statistiken vom Freitag belegen eine sich stark erholende Geldmengenzunahme im September. Das Wachstum der umlaufenden Geldmenge stieg auf ein 15-monatiges Hoch von 14,8 Prozent im Jahresvergleich und hatte im August bei 13,5 Prozent gelegen.

Anzeichen einer mäßigen Erholung im Wirtschaftswachstum werden im vierten Quartal erwartet, und insofern sollte die Lockerung der Geldpolitik im vierten Quartal nicht zu hoch sein, wenn man den steigenden Inflationsdruck bedenkt, so E Yongjian, Ökonom bei der Bank of Communications. Er prognostiziert, dass die Inflation insgesamt im ganzen Jahr auf 2,8 Prozent im Vergleich zu 2011 steigt und meinte, es sei unwahrscheinlich, dass die Zentralbank in den letzten drei Monaten des Jahres nochmals die Zinsraten reduziere. "Wir empfehlen eine vorsichtige Haltung gegenüber einer weiteren Lockerungspolitik, aber es gibt Raum für eine weitere Kürzung der Reservesollsatzrate von 50 Basispunkten", so er. Vize-Finanzminister Zhu Guangyao hielt eine Rede in Tokio über die Maßnahmen zur Unterstützung des Beschäftigungswachstums und der Entwicklung von kleinen Unternehmen.

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