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Chinesischer Ministerpräsident plant Besuch in Ungarn, Großbritannien und Deutschland
2011/06/17

Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao wird von nächsten Freitag an fünf Tage nach Europa reisen und dabei die Länder Ungarn, Großbritannien und Deutschland besuchen. Er folgt damit Einladungen seiner Amtskollegen der betreffenden Länder. Die stellvertretende chinesische Außenministerin, Fu Ying, sagte dazu am Freitag in Beijing, die chinesisch-europäischen Beziehungen befänden sich mittlerweile in einer wichtigen Phase der Entwicklung. Sie betonte, die Auslandsreise von Wen Jiabao ziele darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen China und Europa zu fördern:

"Derzeit sind die chinesisch-europäischen Beziehungen in einer wichtigen Entwicklungsphase. China will auf der Basis des gegenseitigen Respekts, der Gleichberechtigung und des gegenseitigen Nutzens das Verständnis mit Europa vertiefen und die Kooperation ausbauen. Die Auslandsreise von Wen Jiabao ist eine wichtige diplomatische Aktivität zwischen China und Europa zu Beginn des 12. Fünf-Jahres-Programms. Ziel ist es, Konsultationen und die Kooperation voranzutreiben."

Als turnusmäßiger EU-Vorsitzender wird der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban mit Wen Jiabao an dem Handelsforum zwischen China und Mittel- beziehungsweise Osteuropa teilnehmen. Dabei wird Wen Jiabao Chinas Standpunkte über die Vertiefung der pragmatischen Zusammenarbeit mit Staaten in Mittel- sowie Osteuropa erläutern und ein positives Signal zur Verstärkung der Kooperation senden.

Während seines Aufenthalts in Großbritannien wird Wen Jiabao mit Premier David Cameron zusammentreffen und das alljährliche Treffen beider Regierungschefs abhalten. Dabei sollen neue Bereiche und Methoden der bilateralen Kooperation erörtert werden, darunter Möglichkeiten der Zusammenarbeit in der High-Tech-Branche sowie im Finanzsektor und in der Infrastruktur.

In Deutschland wird Wen Jiabao zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel die erste chinesisch-deutsche Regierungskonsultation leiten. Vertreter beider Seiten aus Politik, Wirtschaft, Finanzen, Wissenschaft, Kultur, Bildung und Gesellschaft werden daran teilnehmen. Die Handelsbehörden beider Seiten werden zudem die Ziele der künftigen Zusammenarbeit festlegen und Kooperationsvereinbarungen bezüglich der Automobilindustrie, der Produktion von Einzelteilen und der Elektroindustrie unterzeichnen. Fu Ying betonte, als neuer und umfassender Dialogs- und Koordinierungsmechanismus zwischen beiden Ländern werde die Regierungskonsultation für die kommende bilaterale Kooperation eine wichtige Rolle spielen:

"Die chinesische Regierung ist der Ansicht, dass die Etablierung des Konsultationsmechanismus das hohe Niveau der bilateralen Beziehungen kennzeichnet. Gleichzeitig führen beide Seiten auch umfangreiche Dialoge. Wir hoffen, dass die pragmatische bilaterale Zusammenarbeit in allen Bereichen tatkräftig gefördert werden kann. Dieser Mechanismus soll die bilaterale Kooperation leiten und koordinieren."

China und Europa sind wichtige Handelspartner füreinander. Die bilaterale Handelskooperation wird weltweit stets mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Fu Ying bekräftigte daher erneut, dass China der Wirtschaftslage Europas große Aufmerksamkeit schenke. Seit der Finanzkrise habe man in China einerseits die eigene Wirtschaft stimuliert und die Auswirkungen der Finanzkrise überwunden. Andererseits habe man auch europäische Länder bei der Beseitigung der Krise unterstützt. Mehrere Maßnahmen seien ergriffen worden, darunter der Ankauf von Euro-Schuldscheinen und die Förderung der chinesisch-europäischen Zusammenarbeit bei Handel und Investitionen. Man hoffe in China daher, dass die europäischen Staaten die Finanzkrise bewältigen können. Dies diene auch der eigenen Wirtschaftsentwicklung Chinas. Fu Ying rief zudem die Europäer auf, Investitionen von chinesischen Unternehmen mit einer positiven Haltung zu betrachten:

"Ich hoffe, dass europäische Regierungen, Medien und Unternehmen eine positive Haltung gegenüber Investitionen von chinesischen Firmen im Ausland hegen. Investitionen aus China unterscheiden sich nicht von Investitionen aus anderen Ländern. Mit der Entwicklung Chinas sollen und können chinesische Unternehmen im Ausland investieren. Dies wird auch zur Entwicklung der Weltwirtschaft beitragen."

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