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Jia Qinglin und seine Europa-Reise – eine Analyse
2011/11/03

Der Vorsitzende des Landeskomitees der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes (PKKCV), Jia Qinglin, weilt derzeit zu Besuch in Europa. Nach einem Aufenthalt in Griechenland und den Niederlanden ist nun Deutschland die letzte Station seiner Reise. Der stellvertretende chinesische Handelsminister Zhong Shan erläuterte dazu die bisherigen Erfolge des Besuchs von Jia Qinglin.

Zhong Shan sagte, Jias Reise sei unter den Umständen erfolgt, dass sich die internationale Wirtschaftssituation stark verändert habe und die Euro-Zone in einer Schuldenkrise stecke. Dieser wichtige Besuch eines chinesischen Politikers in Europa habe die Handelsbeziehungen zwischen China und den genannten drei Staaten sowie zwischen China und Europa allgemein deutlich gefördert. Auch sei die pragmatische Zusammenarbeit beider Seiten vertieft worden.

Nun herrschen in den drei Staaten verschiedene Gegebenheiten und Besonderheiten. Griechenland etwa ist schwer von einer Schuldenkrise betroffen, während die Niederlande ein starkes Handels- beziehungsweise Agrarland sind. Deutschland wiederum gilt als Lokomotive der EU-Wirtschaft. Jia Qinglin erörterte daher im Rahmen seiner Europa-Reise mit Politikern aus allen drei Staaten die bilateralen Beziehungen sowie die Handelskooperation, wobei umfangreiche Einigkeiten erreicht werden konnten.

So wurden insgesamt 15 Regierungsvereinbarungen und Handelsverträge im Gegenwert von 1,6 Milliarden US-Dollar unterzeichnet. Diese gelten für die Bereiche Agrarwirtschaft, Finanzen, Automobilindustrie, Telekommunikation und Chemieindustrie.

Jia Qinglin wird auf seiner Reise von zahlreichen Vertretern der chinesischen Wirtschaft begleitet, sowohl von großen staatseigenen als auch kleinen und mittelgroßen Privatunternehmen, Herstellern oder Dienstleistungsanbietern. Auf verschiedenen Messen und Symposien wurde mit der europäischen Seite in den Bereichen Schienenverkehr, Medizin, Beleuchtungsanlagen, Immobilien, neue Energien und Schiffbau dutzende Handels- und Investitionsverträge verabschiedet.

Zhong Shan wies zudem darauf hin, dass während des Besuchs von Jia Qinglin zudem zwei EU-Gipfel stattgefunden hätten. Auch sei ein Paketprogramm zur Lösung der Schuldenkrise in Griechenland angenommen worden. Jia Qinglin habe dabei die Zuversicht Chinas zur Bewältigung der Krise übermittelt. China zeige sich bereit, gemeinsam mit Europa gegen Schwierigkeiten vorzugehen. Diese Worte sind auf positives Echo gestoßen. Als umfassender strategischer Partner unterstütze China die Bemühungen der EU zur Bewältigung der Krise und werde betroffenen EU-Ländern helfen.

Zum Schluss betonte Zhong Shan, die EU sei der größte Handelspartner Chinas. Auf die Handelsbeziehungen mit der EU lege China daher großen Wert. Die Regierungen in Europa und die Bevölkerung verfügten über genügend Kenntnisse und Kompetenz, um die Krise zu überwinden. China sei zuversichtlich über die Entwicklung der bilateralen Zusammenarbeit und wolle mit den europäischen Staaten ständig neue Kooperationsbereiche ausbauen. Dies solle zu einem starken, nachhaltigen und balancierten weltweiten Wirtschaftswachstum beitragen.

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