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Beziehungen zu Deutschland
2004/09/13
China und Deutschland haben schon vor über 700 Jahren ihre ersten Kontakte. Vor ungefähr 400 Jahren hat es mit Handelsbeziehungen und Kulturaustauschen begonnen. Am 11. Oktober 1972 haben die Volksrepublik China und die Bundesrepublik Deutschland die diplomatischen Beziehungen aufgenommen, seither intensivieren sich mit der Zeit die Zusammenarbeit und der Austausch zwischen beiden Ländern auf allen Gebieten, das Verständnis und die Freundschaft zwischen beiden Völkern vertiefen sich immer weiter.

Die chinesisch-deutschen politischen Beziehungen entwickeln sich reibungslos, das gegenseitige Vertrauen nimmt immer zu. Als erster deutscher Regierungschef besuchte China Bundeskanzler Helmut Schmidt 1975, der chinesische Ministerpräsident besuchte Deutschland 1979 zum ersten Mal. In den letzten Jahren pflegen die führenden Persönlichkeiten beider Seiten regen Besuchsaustausch. Seit seinem Amtsantritt hat Bundeskanzler Gerhard Schröder schon 5 mal China besucht. Jiang Zemin, Zhu Rongji, Hu Jintao, Wen Jiabao und andere führende Persönlichkeiten Chinas haben  Deutschland ihren Besuch abgestattet. Das Parlament und die Regierung beider Länder haben erfolgreiche Mechanismen zum Austausch und zur Zusammenarbeit etabliert. China hat die Wiedervereiniung Deutschlands stets unterstützt, die Bundesregierung hat sich bereit erklärt, an der Ein-China-Politik festzuhalten. China legt großen Wert auf die wichtige Position und Rolle Deutschlands in Europa und in den internationalen Angelegenheiten. China und Deutschland vertreten gleiche oder ähnliche Ansichten in vielen wichtigen internationalen Fragen wie die Wahrung des Weltfriedens und die Förderung der Entwicklung von Menschheit. In den Vereinten Nationen und anderen internationalen Organisationen arbeiten beide Länder erfolgreich zusammen. Es gibt zwar Meinungsverschiedenheiten zwischen China und Deutschland, die auf die Unterschiede in Gesellschaftsordnung, wirtschaftlicher Entwicklung, kultureller Tradition und Wertvorstellung zurückzuführen sind, aber die beiden Länder treten dafür ein, auf der Basis gegenseitiger Achtung und Gleichberechtigung den Dialog zu intensivieren, das Verständnis zu vertiefen und den Konsens auszubauen. Der 1999 begonnene chinesisch-deutsche Rechtsstaatdialog geht reibungslos voran.

China und Deutschland stellen jeweils der wichtigsten Handelspartner des anderen dar.Seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen hat das bilaterale Handelsvolumen eine rapide Entwicklung erfahren.Seit Jahren bleibt Deutschland der größte Handels- und Technologietransferspartner Chinas in Europa, China ist auch einer der wichtigsten Exportmärkte Deutschlands in Asien.2002 ist China anstelle von Japan zum erstenmal  der größte Handelspartner Deutschlands in Asien geworden. Chinesischen Statistiken zufolge betrug 2003 das bilaterale Handelsvolumen zwischen China und Deutschland 41,9 Mrd. US-Dollar mit einer Zuwachsrate von 50.7%, was 40% des Handeslvolumen Chinas mit EU-Ländern ausmacht und erreichte damit eine Rekordhöhe. 2003 lag die deutsche Investition in China bei 850 Mio. US-Dollar mit größter Zuwachsrate unter europäischen Staaten. Bis Ende 2003 unterhält Deutschland in China 3504 Projekte mit direkter Kapitalbeteiligung im Wert von ca. 8.85 Mrd. US-Dollar. Über 1.700 deutsche Unternehmen haben in China Tochtergesellschaften oder Joint-Ventures gegründet, darunter sind sowohl Großunternehmen wie Volkswagen, Siemens, Daimler-Chrysler, BASF, Bayer usw. als auch viele klein- und mittelständische Unternehmen zu finden. Die Investitionen chinesischer Unternehmen in Deutschland tragen auch erste Früchte, das Investitionsvolumen beträgt 62 Mio. US-Dollar. Die Zahl der chinesischen Unternehmen, die deutsche Unternehmen ankaufen oder sich in deutscher Unternehmen beteiligen, nehmen immer zu .  

Auch in den Bereichen Wissenschaft und Technik, Bildung , Kultur, Umweltschutz etc. werden die Zusammenarbeit und der Austausch ständig ausgebaut und haben große Erfolge erzielt. Die deutsche Transrapid-Technologie findet in Shanghai ihren ersten kommerziellen Einsatz. Ende 2003 kommt die Errichtung der beiden gemeinsamen Forschungsinstitute für Software, für Kommunikations- und Informationstechnologie in Berlin und in Beijing zustande. Fast alle wichitigen Forschungsinstitute, Hochschulen und einige Industriebetriebe pflegen Kooperationsprojekte. Die Zusammenarbeit beider Länder im Bereich Umweltschutz, u. a.  Aufforstung, Verwüstungsbekämpfung, Erosionschutz, Tropenswäldeschutz, Entwicklung umweltfreundlicher Energietechnologien und mit Armutbekämpfung zusammenhängende Ackerlanderschließung, gehen zügig voran. Im Dezember 2000 fand die erste chinesisch-deutsche Umweltkonferenz in Beijing statt.Die Zusammenarbeit beider Länder im Bereich Bildungswesen intensiviert sich ständig. Im April 2002 wurde das Abkommen über die gegeseitige Anerkennung der Hochschulabschlüsse unterzeichnet. Im Jahr 2003 wurde diese Zusammenarbeit durch weitere Projekte wie gemeinsame Entwicklung postgradualer Unterrichtsfächer, Errichtung von Fachhockschulen in China nach deutschem Modell und Errichtung eines Ausbildungszentrum der Lasertechnologie, einen Schritt weiter vorangetrieben. Deutschland gehört mittlerweile mit über 30.000 chinesischen Studenten und Stipendiaten europaweit zu den Staaten, in die China die meisten Studierenden geschickt hat. Über 300 Hochschulen haben Partnerschaften geschlossen. Zwischen beiden Ländern herrscht ein reger und immer abwechselungsreicherer Kulturaustausch. Im September 2001 hat China als Hauptgastland an den 3. Asien-Pazifik-Wochen in Berlin teilgenommen. Das war mit großem Erfolg auch die größte Kulturaktivität, die China im Ausland je organisiert hat. Im April 2002 wurde die Vereinbarung über die Errichtung des chinesischen und deutschen Kulturzentrums in Berlin und in Beijing unterzeichnet. Im Januar 2003 haben die Regierungen beider Länder das Abkommen über den chinesisch-deutschen Kulturaustausch von 2003 bis 2005 geschlossen. Der nicht-offizielle Austausch zeigt eine aufsteigende Tendenz. Zwischen chinesischen Provinzen bzw. Städten und deutschen Bundesländern bzw. Städten sind über 40 Partnerschaften geschlossen worden. 2003 sind mehr als 250.000 deutsche Touristen nach China eingereist. Deutschland ist inzwischen auch Reisezielland der Chinesen geworden, immer mehr chinesische Touristen reisen nach Deutschland.
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